23. Oktober 2015 Julia

corporate communication

Unternehmenskommunikation und der Mehrwert für ein Startup.

Von Unternehmenskommunikation spricht man in letzter Zeit wieder vermehrt. Auf die Bedürfnisse der Kunden gilt es einzugehen. Marken wollen ihr Großkonzern-Image abstreifen und wieder persönlicher werden. Alles sehr löblich, aber es passt nicht zu jedem.

Typische Werbung

Uns werden lachende Kinder und spielende Väter gezeigt. Auf Plakaten, in der Werbung oder zwischen den Artikeln eines Hochglanzmagazins. Diese Bilder zielen auf die Emotionen der Leser ab und wollen uns sagen „Kauf mein Produkt und du wirst genauso glücklich sein!“. – Und es funktioniert.
Oft allerdings sind diese Bilder absolut austauschbar und online in einer von diversen Bild-Bibliotheken gekauft. Manche großen Unternehmen nutzen sogar kostenfreie Fotos ohne Lizenzen. – Und irgendwie fühle ich mich als Kunde da nicht wirklich wertgeschätzt. Ich möchte doch, dass das Unternehmen mir nicht irgendwelche kostenlos zusammengesammelten Bilder präsentiert, sondern schon selbst welche erstellt.

Schmales Budget, was nun?

Gerade Startups und kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) haben es da nicht so leicht. Sie können sich schwerlich ein eigenes Fotostudio oder gar teure Shootings mit Laiendarstellern leisten. Eine sehr persönliche, charmante und durchaus förderungswürdige Alternative sind da Illustrationen. Hier werden weder Bildrechte an Menschen verletzt, noch müssen sie teuer gekauft werden. Illustrationen sind handgemacht, persönlich und zeitintensiv. Natürlich sind sie nicht kostenlos, aber sie sind definitiv einzigartig (wenn man den richtigen Vertrag aushandelt).

Eine solche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Illustratoren kann wunderbare Früchte tragen. Dass Social Media stark zur Kundenbindung beiträgt, ist kein Geheimnis mehr. Unternehmen, die nicht auf Facebook interagieren, sind für einen großen Teil der Bevölkerung nicht existent. Wer ein Like bekommt, hat die Chance, sichtbar zu werden und mit (potenziellen) Kunden zu kommunizieren. In der gigantischen Bilderflut muss ein Unternehmen dennoch noch einen Schritt weiter gehen, um wirklich sichtbar zu werden. Zwar sind stimmungsvolle Fotos eine schöne Sache, aber damit werden Web-User geradezu bombardiert.

Auffallen durch Einzigartigkeit

Nicht ganz so häufig und daher umso auffälliger, sind Illustrationen oder Letterings (Kalligraphie oder Schreibkunst). Von der schnellen kleinen Skizze bis zum aufwändigen Brush-Lettering sind viele Möglichkeiten vorhanden, damit ein Unternehmen seine Facebook-Feed-Besucher ansprechen kann.
Als erstes gilt es, Aufmerksamkeit zu erregen. Das schafft man nicht nur mit schockierenden Fotos sondern auch mit schönen, seltenen und einzigartigen Grafiken. Dann kann man seinen Text platzieren. Und wenn man richtig gut ist, verlinkt man noch die ein oder andere Seite mit tiefer gehenden Informationen oder tollen Produkten.

Mehr als nur ein paar Bildchen

Welchen großen Vorteil hat man eigentlich, wenn man mit einem selbstständigen Grafiker oder Illustrator zusammen arbeitet? Freelancer sind ebenfalls Unternehmer. Sie haben sich vielleicht schon mit Social Media, Kundenkommunikation und Content Marketing auseinander gesetzt. Vermutlich machen sie ihre Sache da auch ganz gut, denn ansonsten wären sie schon längst verhungert. Außerdem haben Außenstehende manchmal ein ganz anderes, frisches und klareres Bild von einem Unternehmen, als der leitende Unternehmer selbst. Außenstehende können vielleicht leichter und schneller beurteilen, welche Marketing-Schiene für das Unternehmen am Besten wäre und wie man den Bereich Social Media ordentlich in Schwung bringen kann. Viele Freelance-Illustratoren sind allround-Spezialisten, die mehr als nur ein Themengebiet sehr gut beherrschen.

Wie sich vaible.de auf Instagram präsentieren könnte.

Corporate Communication für Frauen ist zu 99% anders als die für Männer. Also lasst doch die Frauen kommunizieren ;)

Mit Charme, Pinsel und ein bisschen Mut

Ein junges Unternehmen, das sich die ersten zwei Jahre seiner Existenz allein durch seine Produkte identifiziert hat, merkte irgendwann, dass die potenzielle Kundin keine Lust darauf hat, ständig nur neue Fotos von den Produkten vor den Latz geknallt zu bekommen. Durch gemütliche Bilder, charmante Zitate und dem kleinen Funken Menschlichkeit, ändert sich das Bild eines Kommunikationskanals (wie z.B. Facebook) enorm. Wie das geht? Frag die Illustratorin, worauf viele Frauen stehen. Lass sie weibliche Stimmungen nach Außen tragen und gib ihr doch testweise mal das Ruder in die Hand (oder lass sie zumindest ordentlich mitreden). Schaden kann es doch kaum, oder?

Geduld haben

Lass dir Zeit. Eine Gefolgschaft von Likes, wahren Fans und Markenfreunden aufzubauen ist ein Geschäft von vielen Wochen bis hin zu Jahren. Jede Zielgruppe ist anders und keine ist wirklich berechenbar. Man muss testen, wie man am besten mit seinem „Rudel“ kommuniziert und es wachsen lässt.
Fang aber sofort an. Es bringt nichts, sich voller Ungewissheit immer weiter davor zu drücken, den einzig richtigen Weg einzuschlagen. Wie heißt es so schön? Nur wer nie losläuft, wird das Ziel nie erreichen. Lauf los und ändere gerne auch mal deine Richtung, nur so findest du den Weg, der ans Ziel führt. Warten und Pläne schmieden hilft dir nicht weiter. Probier Neues aus, zeige Persönlichkeit und Nähe und punkte mit individuell angefertigten Bildern.

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